Oberschwaebische Donau

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Naturerbe

reiches Naturerbe an der „Oberschwäbischen Donau“ In Oberschwaben hat sich ein reiches Naturerbe erhalten. Von besonderer Bedeutung für den Naturschutz sind die Auenlandschaften entlang der Flüsse. Insbesondere die Donau schafft mit ihren alljährlichen Überschwemmungen Voraussetzungen für eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt. Fast 40 Fischarten leben in diesem Donauabschnitt. In ihren Steil-wänden brütet der Eisvogel und in den Auenwäldern findet der Biber seine Nahrung. Die beim Hochwasser nach der Schneeschmelze im Frühjahr überschwemmten Wiesen haben eine große Bedeutung als Rast-platz für Zehntausende Vögel während des Vogelzugs. Im Rahmen des „Integrierten Donauprogrammes“ (IDP) wur-de seit dem großen Hochwas-ser 1990 an der Donau viel für Natur und Hochwasserschutz getan: Uferbefestigungen wurden teilweise entfernt, der Fluss kann sein Bett wieder frei gestalten. Im Frühjahr 2009 begann die Renaturierung des Flussabschnitts zwischen Hundersingen und Binzwangen: auffast 3 km Länge wird die Donau zurück in ihr ursprüngliches Flussbett verlegt. Die neu entstandenen Kiesbänke bieten Brutplätze für den Flussregenpfeifer und in den Flachwasserzonen finden Fische ideale Bedingungen. Aufgrund des Artenreichtums wurde das Donautal als Gebiet von europäischer Bedeutung für die Erhaltung von Tieren und Pflanzen anerkannt (FFH-Gebiet).Die oberschwäbischen Donau-Auen beherbergen auch einen bedeutenden Teil der württembergischen Weißstorch-Population. Die Weißstörche nutzen zur Nahrungssuche vor allem die Wiesen entlang der Flüsse. Der Artenreichtum der Wiesen hängt entscheidend von der Art ihrer Bewirtschaftung ab: nur bei einem angepassten Mährhythmus und bei Verzicht auf übermäßige Düngung blei-ben die blumenbunten Wiesen erhalten. Das freut nicht nur das menschliche Auge, sondern auch die Störche, die auf extensiv genutzten Wiesen ein reiches Nahrungsangebot finden. Doch auch die Ackerflächen zwischen Donautal und Federsee bieten vielen Tieren Lebensraum. Eine Ausweitung der ökologisch bewirtschafteten Flächen würde hier das Nahrungsangebot von z. B. Feldlerche oder Feldhase verbessern und damit ihren Fortbestand in Oberschwaben sichern.
 

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